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Titelcover der aktuellen Ausgabe 3/2021 - klicken Sie für eine größere Ansicht


Aktuell zur Ausgabe 3/2021

Der Herausgeberkreis der ThQ hat mehrheitlich beschlossen, zwei angefragte Beiträge zum Frauenforum des Synodalen Weges für das Heft 3/2021 nicht aufzunehmen, nachdem der eine Beitrag von der Autorin Johanna Rahner zurückgezogen wurde. Sie sieht die gegenwärtige Diskussionslage um Frauen in durch Ordination übertragenen Ämtern als zu verfahren, als dass eine konstruktive theologische Debatte möglich wäre. Die Debatte wird darüber hinaus sehr stark personalisiert. Der Kreis der Herausgeber hat daraufhin auch den zweiten Beitrag, der von Helmut Hoping verfasst werden sollte, abgesagt. Beide Beiträge können in den Augen der Herausgeber als kontroverse Diskussionsbeiträge sinnvoller Weise nur zusammen oder eben gar nicht publiziert werden. Es wurde beschlossen, die Lücke stehen zu lassen und nicht durch Ersatzbeiträge aufzufüllen.


Wir über uns

Unsere Schwerpunkte und Akzente finden Sie hier.


Die Schriftleitung


stellt sich hier vor.


Unsere Autoren

Inhaltsverzeichnis
Editorial

Franz-Josef Bormann
Thema dieses Hefts: Synodaler Weg
Beiträge
Matthias Pulte
Macht- und Gewaltenteilung – Synodale Idee und kirchenrechtliche Realität

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Zusammenfassung Das Synodalforum 1 hat sich programmatisch mit der Frage von Macht und Gewaltenteilung in der Kirche befasst und dafür Anfang 2021 Vorschläge zur Abstimmung in der nächsten Vollversammlung unterbreitet. Aus kirchenrechtlicher Sicht ergeben sich trotz aller wünschenswerten Veränderungen der gegenwärtigen Praxis Bedenken, die auf der Besonderheit der kirchlichen Verfassung im Unterschied zu säkularen Verfassungen beruhen. Zugleich zeigen die Vorschläge, dass manches gar nicht der Abstimmung bedarf. Es würde genügen, wenn die Bischöfe das, was das Kirchenrecht ohnehin schon zulässt, auch umsetzten. Abstract The “Synodal Forum 1” dealt programmatically with the question of power and the separation of powers whithin the Church. At the beginning of 2021, proposals for voting were submitted in the next plenary assembly. From a canonical point of view, despite all the desirable changes in current practice, concerns arise from the peculiarity of the ecclesiastical constitution in contrast to secular constitutions. At the same time, the proposals made in this paper show that some things do not need to be voted on; bishops should implement what church law already allows. Schlüsselwörter/Keywords Synodaler Weg; Kirchenverfassung; Leitungsvollmacht; Gewalteneinheit; Gewaltenunterscheidung (kirchlich); Gewaltentrennung (staatlich); Teilhabe von Laien an kirchlicher Leitungsvollmacht Synodality in the Church; power of governance in democracy and Church constitution; lay participation in ecclesiastical power

Thomas Meckel
Die Teilhabe der Gläubigen an der Sendung der Kirche und an ihrer Leitung

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Zusammenfassung Der Synodale Weg formuliert das Anliegen nach einer stärkeren Partizipation von Laien. Dieser Beitrag geht der Frage der Teilhabe der Gläubigen an der Sendung der Kirche und ihrer Leitung nach und zeigt so Potenziale und Grenzen der geltenden Rechtsordnung auf. Auf Basis der Lehre über das gemeinsame Priestertum nach LG 10 haben alle Gläubigen qua Taufe aktiven Anteil an der Ausübung der drei munera des Verkündigens, Heiligens und Leitens. In einem weiten Sinn kann der in der Taufe gründende Leitungsdienst verstanden werden als Förderung, Aufbau, Bewahrung und Stärkung der communio. Zudem wird der Unterschied von Dienst und Amt aufgezeigt und auf den weiten kirchenrechtlichen Amtsbegriff verwiesen, demgemäß Laien Kirchenämter innehaben und aufgrund dessen im Namen der Kirche handeln können. Das Zweite Vatikanische Konzil schließt Laien in keinem Dokument von der Ausübung von potestas aus und gemäß c. 129 § 2 können Laien an der Ausübung der Vollmacht mitwirken, beispielsweise als DiözesanrichterIn oder in kurialen Leitungsämtern. Es zeigt sich somit die Notwendigkeit der Differenzierung der Begriffe der Leitung, des Amtes, des Dienstes und der Vollmacht. Abstract Germany’s so-called “Synodaler Weg” (Synodal Path) demands more possibilities for laypeople to participate in the Church. From this perspective, this article deals with the participation of the faithful in the mission of the Church and its governance and points out potentials and limits. According to the doctrine of the common priesthood in LG 10, and based on baptism, all the faithful actively practice the three munera Christi: the munus docendi, the munus sanctificandi and the munus regendi. The munus regendi, in a broader sense can be understood as supporting, constructing, protecting and strengthening the communio. Moreover, this article details the differences between service and office. While canon law has a broad understanding of office, a layperson can hold offices within the Church and act in the name of the Church accordingly. Second Vatican Council never excluded layperson from exercising potestas, and in accordance with c. 129 § 2, they can participate in exercising power; for example, as diocesan judges or in high curial offices. Therefore it is necessary to differentiate between the terms governance, office, service and power. Schlüsselwörter/Keywords Sendung; Amt; Dienst; Leitung; Leitungsdienst; Vollmacht; Gläubige; Laie; Laienapostolat; Gemeinsames Priestertum; Gewaltenunterscheidung Mission; ministry; service; leadership; leadership ministry; authority; faithful; layperson; lay apostolate; common priesthood; separation of powers

Christoph Jacobs / Arndt Büssing
„Was sagst du über dich selbst?“ (Joh 1,22) – Pastoralpsychologische Perspektiven zur priesterlichen Lebenssituation heute

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Zusammenfassung Der Synodale Weg soll angesichts der Missbrauchsverbrechen und der Transformationssituation der Kirche ein Baustein auf dem Weg der (kirchlichen) Erneuerung werden. Das Forum II „Priesterliche Existenz“ bedarf besonders der (pastoral-)psychologischen Perspektive. Der Beitrag greift die Themenstellungen des Forums auf, fokussiert sie in einer systemischen Gesamtperspektive, macht auf notwendige Diskussionspunkte aufmerksam und bietet konkrete Orientierungen für notwendige Reformen an. Dabei muss der „Lebensraum Kirche“ zum primären Ansatzpunkt für institutionelle Veränderungen werden. Auf der Basis empirischer Forschung (besonders der Deutschen Seelsorgestudie) lässt sich pointiert sagen: 1) Priesterliche Identität steht unter massivem Veränderungsdruck durch Transformationsprozesse. Für das Verständnis und die mögliche Erneuerung der priesterlichen Existenz braucht es die Entschlüsselung des Zusammenspiels zwischen Person und Umwelt. 2) Die priesterliche Existenz ist aus psychologischer Perspektive nicht uniform, sondern vielgestaltig zu verstehen. 3) Über die Lebensqualität entscheidet in bedeutsamer Weise die Seite der institutionellen Umwelt durch die Lebens- und Tätigkeitsfelder. Die pastoralen Reformprozesse nehmen bisher darauf kaum Rücksicht und riskieren Kollateralschäden bei der Lebensqualität. 4) Es wäre falsch, die priesterliche Existenz auf den Zölibat zu verengen. Die zölibatäre Lebensform ist allerdings das Bewährungsfeld für die zentralen Ressourcen, welche die priesterliche Existenz auf der Personenseite entscheidend bestimmen. 5) Konstruktive Ergebnisse des Forums sind (nur) dann zu erwarten, wenn der Synodale Weg die Priester als Experten für ihre eigene Lebensform im Dialog für Reformen gewinnt. Abstract Given the consequences of the sexual abuse crisis in the Catholic Church, and the state of change in which the Church finds itself, the so-called “Synodal Weg” can become an important stage in the Church’s journey to renewal. From this viewpoint, “Synodal Forum II – Priestly Life” requires a (pastoral) psychological perspective. This article addresses the concerns of Forum II, presents them from a systemic perspective, draws attention to issues that require discussion, and makes concrete suggestions regarding the necessary reforms. With such a goal in mind, the “ecclesiastical environment” (Lebensraum Kirche) must become the primary starting point for institutional change. Empirical research (especially the so-called “German Pastoral Study”) asserts the following: (1) Transformational processes are placing the identity of the priest under significant pressure. The understanding and possible renewal of priestly life requires the capacity to grasp the interrelatedness of person and environment. (2) From a psychological perspective, priestly life is not monolithic but is best understood as “multifaceted.” (3) The quality of priestly life is determined, to a significant extent, by how the priest lives the ministerial demands of his particular institutional context. Until now, pastoral renewal initiatives have rarely – if ever – taken this into account; the consequent damage to the quality of life of clergy is evident. (4) While it would be erroneous to restrict priestly existence to celibacy, celibate life is a key proving ground for the essential resources that decisively determine the personal dimensions of the priest’s life. (5) Constructive outcomes from Forum II may (only) be foreseen if the Synodal Way wins over the clergy, as experts in their own way of life, within the dialogue for church renewal. Schlüsselwörter/Keywords Priester; Lebensform; Identität; Zölibat; Lebensqualität; Tätigkeitsprofile; Rollenmodelle; Professionalisierung; Anerkennungskultur; Person-Umwelt-Passung; Pastoralpsychologie Priests; lifestyle; identity; celibacy; quality of life; activity profiles; role models; professionalization; culture of recognition; person-environment fit; pastoral psychology

Klaus Baumann / Eckhard Frick
Kausalität oder schamlose diskursive Macht? Über den Zusammenhang von Zölibatsverpflichtung und sexuellem Missbrauch von Kindern

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Zusammenfassung Die retrospektive aktenbasierte MHG-Studie belegte ausdrücklich keine Kausalität zwischen dem Priesterzölibat und dem sexuellen Missbrauch Minderjähriger. Sie empfahl jedoch zu diskutieren, inwiefern die zölibatäre Lebensform der Priester zu sexuellem Missbrauch beitragen kann. Die deutsche Seelsorgestudie befragte Priester und anderes hauptamtliches pastorales Personal. Sie dokumentierte existenzielle Probleme im Selbstbericht der Befragten (als Nicht-Tätern) bezüglich ihrer Sexualität, Beziehungen und Bindungsstile. Mit Blick auf den Zölibat empfehlen die Autoren einen umfassenden und präventiven Zugang, der die entwicklungspsychologische Fähigkeit der Priester zum Alleinsein und ihre Beziehungen zu Frauen fokussiert. Abstract The retrospective MHG Study on sexual abuse of minors by clerics (made by scientists of institutes located in Mannheim, Heidelberg, Gießen, thus MHG) did not demonstrate causality between priestly celibacy and sexual abuse of minors. It recommended, however, to discuss how the celibate model of priestly life may contribute to sexual abuse. The German Pastoral Ministry Study surveyed priests and other pastoral professionals and documented self-reported existential problems regarding sexuality, relationships, and attachment styles among the participants (as non-perpetrators). The authors recommend a comprehensive and preventive approach focusing on priests’ developmental capacity to be alone and their relationships toward women with regard to celibacy. Schlüsselwörter/Keywords Zölibat; Römisch-katholische Priester; sexueller Missbrauch; Bindungstheorie; Narzissmus; Frauen Celibacy; Roman Catholic priests; sexual abuse; attachment theory; narcissism; women

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten BeitragJohannes Brantl
Paradigmenwechsel statt Weiterentwicklung. Neue Positionsbestimmungen zu den Fragen von Liebe, Sexualität und Partnerschaft auf dem Synodalen Weg – eine kritische Einschätzung

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Zusammenfassung Seit einigen Jahren wird der Ruf nach einer Revision oder Weiterentwicklung der katholischen Sexualmoral immer lauter. Dabei zeigt sich, dass die oft sehr unterschiedlichen Vorstellungen, welche Veränderungen und neuen Akzentsetzungen konkret vorgenommen werden sollten, mit jeweils ganz grundlegenden Auffassungen bezüglich Menschen- und Weltbild verbunden sind. Die entscheidende Frage konzentriert sich letztlich darauf, wie eine Weiterentwicklung in der kirchlichen Lehre und Praxis so gestaltet werden kann, dass sie einerseits dem modernen Denken über Liebe und Sexualität Rechnung trägt und andererseits aber auch das eigene Profil, das sich an den maßgeblichen Quellen von Heilige Schrift und Tradition orientiert, selbstbewusst bewahrt. Abstract For some years, the call for a revision to, or further development of, Catholic sexual morality has been growing louder and louder. In this process, it has become apparent that there are often very different ideas about which changes should be implemented and new emphases prioritized. However, in concrete terms, each is linked to fundamental views regarding the conception of man and the world. Thus, the decisive question ultimately focuses on how a further development in church teaching and practice can be shaped in such a way that, on the one hand, considers modern thinking about love and sexuality and, on the other hand, confidently preserves its own profile, which is oriented to the authoritative sources of Holy Scripture and tradition. Schlüsselwörter/Keywords Katholische Sexualmoral; Menschenbild; Ökologie des Menschen; Schöpfungserzählungen; sexuelle Selbstbestimmung; Ehe/Sakrament; Beziehungsethik; Polyamorie; Homosexualität und Segnungsfeier; Freundschaft; synodale Kirche Catholic sexual morality; human image; human ecology; creation narratives; sexual self-determination; marriage/sacrament; relational ethics; polyamory; homosexuality and celebration of blessing; friendship; synodical Church

Franz-Josef Bormann
Brauchen wir eine neue Sexualmoral? KritischeÜberlegungen zu Reformbemühungen im Umkreis des Synodalen Weges

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Zusammenfassung Die gegenwärtige Debatte über notwendige Reformen der katholischen Sexualmoral im Rahmen des sogenannten Synodalen Weges leidet an einer verdeckten ideologischen Agenda. Der vorliegende Beitrag versucht nicht nur, einige Schwachpunkte und fragwürdige Voraussetzungen dieses Prozesses offenzulegen, sondern auch den tatsächlichen Handlungsbedarf und die Verantwortlichkeit regionaler Kirchenleitungen zu bestimmen. Abstract The current debate about reforming the sexual morality of the Catholic Church in the context of the Synodal Path suffers from a hidden ideological agenda. This article tries not only to uncover the weaknesses and problematic assumptions of this process, but also to determine the actual need for reform and the responsibilities of local Church authorities more precisely. Schlüsselwörter/Keywords Synodaler Weg; Sexualmoral; sexueller Missbrauch; Ehe; Scheidung; serielle Monogamie; Homosexualität Synodal Path; sexual morality; sexual abuse; marriage; divorce; serial monogamy; homosexuality

Stefan Schreiber
Warum das Neue Testament bei der Reform der katholischen Kirche (k)eine Rolle spielt – Strukturprinzipien der ersten Gemeinden und ihre Bedeutung für die Kirche

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Zusammenfassung Der Beitrag geht der hermeneutischen Frage nach der Bedeutung des Neuen Testaments für die drängende Reform der katholischen Kirche nach. Er zeigt dazu drei Strukturprinzipien auf, die für die ersten Gemeinden wesentlich waren: Dezentralisierung, Gleichrangigkeit und Machtverzicht. Bereits bei den ersten Christen stand die eigene religiöse Tradition eher gegen die Umsetzung dieser Prinzipien. Erforderlich wird eine Traditionshermeneutik, wie sie sich bei Paulus studieren lässt. Am Ende bleibt die Einsicht, dass wir für die angemessene Gestalt der Kirche verantwortlich sind. Abstract This article investigates the hermeneutical question of the significance of the New Testament in the urgent reform of the Catholic Church. It shows three structural principles that were essential for the first communities: decentralization, equality, and renunciation of power. However, even the religious traditions of the first Christians tended to oppose the implementation of these principles. Therefore, what is required is a hermeneutical discussion of tradition, as it can be studied in Paul. In the end, we are left with the realization that we are responsible for the appropriate shape of the Church. Schlüsselwörter/Keywords Reform der Kirche; Neues Testament; Strukturprinzipien; Traditionshermeneutik Church reform; New Testament; structural principles; hermeneutics of tradition

Kritisches Forum
Hans Reinhard Seeliger
Die Messe ist gelesen: die Umwandlung von Kirchengebäuden– Momentaufnahme eines laufenden Prozesses
 
Literaturumschau

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