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Editorial DOI: 10.14623/thq.2017.2.105-106
Franz-Josef Bormann
Die fünf Beiträge des zweiten Heftes dieses Jahrgangs führen in unterschiedliche Bereiche und methodische Ansätze theologischer Reflexionsarbeit. Der am Department of Near Eastern Studies der Universität Leiden lehrende Sprachwissenschaftler Holger Gzella rekonstruiert in seinem Beitrag nicht nur die facettenreiche Geschichte der aramäischen Sprach- und Literaturentwicklung vom 9. vor- bis zum 4. nachchristlichen Jahrhundert, sondern legt mit Blick auf die folgenreiche Aufnahme des aramäischen Daniel-Buches in den biblischen Kanon auch engagiert dar, warum sich Bibelwissenschaftler und Judaisten gründlich mit der Philologie des älteren Aramäisch beschäftigen sollten.

Die Überlegungen der am Institut für Katholische Theologie der Universität Köln lehrenden Dogmatikerin Aurica Nutt kreisen um das Leib Christi-Verständnis Hans Urs von Balthasars, das hier kritisch aus einer gender-theoretischen Perspektive auf seine christologischen und ekklesiologischen Implikationen hin befragt wird.

Der Artikel des am Tübinger Zentrum für islamische Theologie lehrenden Islamwissenschaftlers Mahmoud Abdallah ist der Kategorie der ‚Gemeinschaft‘ innerhalb des Korans gewidmet. Gegenüber simplifizierenden Versuchen radikaler Kräfte, die Welt dichotomisch in eine Partei Gottes und eine Partei Satans einzuteilen, soll nicht nur die feine Differenzierung wichtiger gemeinschaftsbezogener Begriffe mit ihrer jeweiligen Bedeutungsvariierung und Bedeutungsentwicklung innerhalb des Korans rekonstruiert, sondern auch eine Antwort auf die Frage gegeben werden, ob eine „Kultur des Respektierens und Würdigens ein Bestandteil des islamischen Denkens und Handelns ist“.

Im vierten Beitrag setzt sich Peter Hünermann in Gestalt eines umfassenden Literaturberichtes mit zwei wichtigen italienischen Kommentaren zum Zweiten Vatikanischen Konzil auseinander, wobei die 2009 erschienene, von Marco Ronconi herausgegebene neunbändige Kommentarreihe Per leggere il Vaticano II gewissermaßen den publizistischen Auftakt und die beiden 2014 und 2015 erschienenen Bände des von Serena Noceti und Roberto Repole herausgegebenen Commentario ai documenti del Vaticano II den Abschluss des 50-Jahres-Jubiläums bilden. Trotz des unterschiedlichen Charakters beider groß angelegten Publikationsprojekte bilden sie insofern ein „Ereignis“ für die italienische Theologie, als sie nach Urteil des Rezensenten unzweifelhaft erkennen lassen, dass „Italien seine eigene theologische Stimme wiedergefunden“ hat.

Im abschließenden Kritischen Forum setzt sich der Schriftleiter mit dem vom Ständigen Rat der Deutschen Bischofskonferenz am 23. Januar 2017 vorgelegten Wort der deutschen Bischöfe zur pastoralen Umsetzung des postsynodalen Schreibens Amoris laetitia auseinander. Obwohl es sehr zu begrüßen ist, dass der Text wichtige Grundthemen einer umfassend erneuerten Ehe- und Familienpastoral – wie z. B. den notwendigen Ausbau der Ehevorbereitung zu einem Ehekatechumenat sowie die Verbesserung der Ehebegleitung – anspricht, weisen insbesondere die konkreten Ausführungen zum Umgang mit den sogenannten wiederverheirateten Geschiedenen eine ganze Reihe von Leerstellen auf, die ein einheitliches kirchliches Handelns beinahe unmöglich machen und daher dringend der Ergänzung bedürfen.

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