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Aktuell zur Ausgabe 3/2021

Der Herausgeberkreis der ThQ hat mehrheitlich beschlossen, zwei angefragte Beiträge zum Frauenforum des Synodalen Weges für das Heft 3/2021 nicht aufzunehmen, nachdem der eine Beitrag von der Autorin Johanna Rahner zurückgezogen wurde. Sie sieht die gegenwärtige Diskussionslage um Frauen in durch Ordination übertragenen Ämtern als zu verfahren, als dass eine konstruktive theologische Debatte möglich wäre. Die Debatte wird darüber hinaus sehr stark personalisiert. Der Kreis der Herausgeber hat daraufhin auch den zweiten Beitrag, der von Helmut Hoping verfasst werden sollte, abgesagt. Beide Beiträge können in den Augen der Herausgeber als kontroverse Diskussionsbeiträge sinnvoller Weise nur zusammen oder eben gar nicht publiziert werden. Es wurde beschlossen, die Lücke stehen zu lassen und nicht durch Ersatzbeiträge aufzufüllen.


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Unsere Autoren

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Inhaltsverzeichnis
Editorial

Johanna Rahner
Editorial
Heftschwerpunkt: Kontextuelle Gestalt des Glaubens
Beiträge
Michael Theobald
Weder Magd noch Hofnarr · Vom unverzichtbaren Dienst katholischer Exegese des Neuen Testaments

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Wer wissenschaftliche Exegese des Neuen Testaments im Kontext der katholischen Kirche betreibt, wird sich angesichts der leidvollen Biographien vieler Vertreter seines Faches in der Zeit vor dem 2. Vatikanischen Konzil fragen, welche Relevanz die Forschung für seine Kirche heute besitzt. Früher versuchte das kirchliche Amt, die Exegese auf den Dienst einer Magd herabzustufen, die das philologische Wissen für eine von ihr selbst nicht mehr zu verantwortende theologische Auslegung der Texte bereitstellen sollte. Heute sehen sich viele Vertreterinnen und Vertreter des Faches in der Rolle von Hofnarren, die zwar die Freiheit des Wortes genießen, aber, wenn es darauf ankommt, zu schweigen haben. Die Vorlesung fragt nach dem unverzichtbaren Dienst einer sich ökumenisch verstehenden Exegese des Neuen Testaments für die Kirche und zeigt an ihrem wichtigsten Gegenstand, der Jesusforschung, inwiefern gerade die historisch-kritische Arbeit an den Texten theologische Relevanz besitzt.

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten BeitragHans Reinhard Seeliger
Lehre und Lebensform · Über die „Hellenisierung“ und „Enkratisierung“ des antiken Christentums

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Das antike Christentum übernahm zusammen mit Bildungsinhalten der mittel- bzw. spätplatonischen sowie der stoischen Philosophie („Hellenisierung“) auch die diesen Denkformen zugrunde liegende Lebensform. Sie ist durch eine deutliche Leibfeindlichkeit gekennzeichnet, aus der das Ideal der Enthaltsamkeit (ἐνκράτεια) resultiert. Für das Ergebnis wird der Begriff der „Enkratisierung“ des Christentums eingeführt und an Beispielen belegt.

Rolf Kühn
Eucharistie – Lebensidentität oder Leibfraktur? · Lebensphänomenologisches und dekonstruktivistisches Verständnis nach Michel Henry und Jean-Luc Nancy im Vergleich

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Eine phänomenologische Analyse der Wirklichkeit der Eucharistie impliziert einen Leibbegriff, der nicht mehr allein auf ein ontologisch-theologisches Verständnis der Inkarnation als In-korporation des Wortes Gottes in einem menschlichen Individuum zurückgreifen kann, sondern die Leiblichkeit als solche in ihrem originären Modus auszuweisen hat. Dazu dient die Lebensphänomenologie Michel Henrys, um über die selbstaffektive Einheit von Leben/Leib das Fleisch (chair) als jene christologische Grundgegebenheit zu verstehen, die in jeglichem subjektiven Tun als Können aufgrund eines in-karnatorischen Leibgedächtnisses bereits gestiftet ist. Die Eucharistie aktualisiert dann ein solches „Gedächtnis“ als ständige Präsenz der Selbsthingabe Christi in jedem Lebendigen. Von dieser Auffassung wird das dekonstruktivistische Verständnis von Eucharistie und Christentum bei Jean-Luc Nancy abgesetzt, der jedes Leibsein nur als „Fraktur“ verstehen möchte und damit zur Selbstauflösung des christlichen Identitätsdenkens im Sinne von „Dies ist mein Leib“ aufruft. Insgesamt werden so über die zentrale Frage der Eucharistie die Bemühungen in der neueren französischen Phänomenologie nachvollziehbar, einen neuen Zugang zur originären Leiblichkeit zu erarbeiten.

Eckart David Schmidt
„Lazarus, oder die Feyer der Auferstehung“ · Die Erzählung von der Auferstehung des Lazarus im Johannesevangelium und ihre Interpretationen durch den Dramatiker August Hermann Niemeyer und den Komponisten Franz Schubert

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Der vorliegende Beitrag vergleicht die Erzählung von der Auferstehung des Lazarus in drei jeweils aufeinander aufbauenden Darstellungen bzw. Interpretationen: durch den Evangelisten Johannes, durch den Dramatiker August Hermann Niemeyer (1754–1828) und durch den Komponisten Franz Schubert (1797–1828). In dem nach der Einleitung ersten Großabschnitt wird zunächst insbesondere die Darstellung der Figuren Martha, Maria und Lazarus nach Joh 11 analysiert (2.1.). Anschließend wird das Drama Niemeyers vorgestellt (2.2.) und die Charakterisierung der dortigen Figuren mit denen in Joh verglichen (2.3.): Niemeyer setzt zwar eigene zeitgebundene Akzente, bleibt der theologischen Intention des Evangelisten aber effektiv treu. In einem zweiten Abschnitt wird die Komposition Schuberts zunächst musikhistorisch vorgestellt (3.1.) und anschließend die Vertonung näher analysiert sowie mit den Ergebnissen der Textebene verglichen (3.2.): Es zeigt sich, dass Schuberts Komposition die von Niemeyer selbst geforderten Aufgaben der Musik in einem vertonten biblischen Drama ziemlich treffsicher erfüllt: die Handlung zu verlangsamen, emotional zu unterstützen und so ein tieferes Nachempfinden des Gehörten seitens des Zuhörers anzuregen.

Kritisches Forum
Bernhard Sven Anuth
Ein Modell mit Vorbildfunktion? · Die Rottenburger „Kommission sexueller Missbrauch“

Kurzzusammenfassung dieses Beitrags

Seit 2002 geht der Bischof von Rottenburg-Stuttgart bei Vorwürfen sexuellen Missbrauchs gegen Kleriker und kirchliche Mitarbeiter/innen einen gegenüber den anderen deutschen (Erz-)Diözesen eigenen Weg: Die nur empfehlenden „Leitlinien“ der DBK sahen 2002 vor, dass der Diözesanbischof eine/n Missbrauchsbeauftragte/n ernennt; seit 2010 können es auch mehrere sein; die aktuellen „Leitlinien“ von 2013 sprechen von mindestens zwei geeigneten Ansprechpersonen. Im Bistum Rottenburg-Stuttgart hat deren Aufgaben von Anfang an die „Kommission sexueller Missbrauch“ (KsM) übernommen. An ihr hat Bischof Fürst bei jeder Überarbeitung der „Leitlinien“ festgehalten und damit erkennen lassen: Zumindest für Rottenburg-Stuttgart hält er sein Kommissionsmodell gegenüber dem Beauftragten-Modell für die bessere Lösung.

Literaturumschau
In dieser Ausgabe gibt es keine Literaturumschau.

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