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Aktuell zur Ausgabe 3/2021

Der Herausgeberkreis der ThQ hat mehrheitlich beschlossen, zwei angefragte Beiträge zum Frauenforum des Synodalen Weges für das Heft 3/2021 nicht aufzunehmen, nachdem der eine Beitrag von der Autorin Johanna Rahner zurückgezogen wurde. Sie sieht die gegenwärtige Diskussionslage um Frauen in durch Ordination übertragenen Ämtern als zu verfahren, als dass eine konstruktive theologische Debatte möglich wäre. Die Debatte wird darüber hinaus sehr stark personalisiert. Der Kreis der Herausgeber hat daraufhin auch den zweiten Beitrag, der von Helmut Hoping verfasst werden sollte, abgesagt. Beide Beiträge können in den Augen der Herausgeber als kontroverse Diskussionsbeiträge sinnvoller Weise nur zusammen oder eben gar nicht publiziert werden. Es wurde beschlossen, die Lücke stehen zu lassen und nicht durch Ersatzbeiträge aufzufüllen.


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Editorial
Michael Theobald
Im kommenden Jahr werden Kirche und Theologie der 50-jährigen Wiederkehr der Konzilseröffnung von 1962 gedenken. Nur noch die Älteren unter uns können sich an den einstigen Aufbruch der Kirche, der ihnen wie ein wunderbarer Frühling vorkam, erinnern; für die meisten ist er Geschichte und muss erst aus den Dokumenten zu neuem Leben erweckt werden.

Das anstehende Jubiläum sollte zum Anstoß in der gegenwärtigen Kirchenkrise werden, nicht nostalgisch zurückzuträumen, sondern mit dem Konzil und vielleicht sogar über es hinaus in eine Zukunft der Kirche zu gehen, deren Konturen uns allen noch schemenhaft vorkommen. Das anstehende Jubiläum wirft seine Schatten auch in der Theologischen Quartalschrift voraus. Heft 2 des Jahrgangs bietet gleich zwei Beiträge zur Konzilsrezeption, einen grundsätzlichen hermeneutischen Beitrag aus der Feder von Peter Hünermann, der die Frage erörtert, was eigentlich Rezeption des Konzils heißt und an welchen Kriterien sie sich bemisst, und einen Beitrag zu Nostra Aetate Nr. 3 – der »Magna Charta« des Konzils zum katholisch-muslimischen Dialog – aus der Feder von Anja Middelbeck-Varwick, die über die Bedeutung einer Theologie der Offenbarung für den Dialog mit dem Islam nachdenkt. Dieser zweite Beitrag fügt sich gut zu den Anstrengungen, die derzeit an der Universität Tübingen unternommen werden, um die ersten Lehrstühle des im Aufbau befindlichen »Zentrums für islamische Theologie« zu besetzen; er zeigt, wie weitschauend die Konzilsväter beim Thema Religionsdialog waren und was sie uns noch zu denken aufgeben. In der Sparte »Kritisches Forum« äußert sich schließlich Andreas Odenthal zum »dialogischen Erneuerungsprozess« des hiesigen Bistums, der exemplarisch steht für vieles, was derzeit in der deutschen Kirche angedacht wird, um einen gemeinsamen Neuaufbruch zu wagen. Auch hier geht es letztlich um den Geist des Zweiten Vatikanischen Konzils – vor Ort, im einzelnen Bistum, das mutig seinen Weg verantworten, gehen und vertreten sollte.

Eine Zeitschrift wie die Tübinger Theologische Quartalschrift lebt von sehr verschiedenen Faktoren, darunter auch von einer breiten Autorenschaft, die unterschiedliche Schulen und Generationen repräsentiert. Werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Themenhefte jedes Jahrganges von den Herausgebern eingeladen, so sind die beiden anderen Hefte offen für eingesandte Manuskripte. In diesem Heft stehen neben zwei Abhandlungen von Herausgebern, Peter Hünermann und Franz-Josef Bormann, Beiträge von zwei jungen Theologinnen – die Studie zum christlich-islamischen Dialog von Anja Middelbeck-Varwick und der Literaturbericht von Lydia Bendel-Maidl zu neueren Entwürfen einer »Theologie der Spiritualität«. Die Herausgeber signalisieren damit, dass die Quartalschrift gerade auch für die nachwachsende theologische Generation ein theologisches Forum sein möchte.

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