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Ausgabe 2/2022


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Info zur Ausgabe 3/2021

Der Herausgeberkreis der ThQ hat mehrheitlich beschlossen, zwei angefragte Beiträge zum Frauenforum des Synodalen Weges für das Heft 3/2021 nicht aufzunehmen, nachdem der eine Beitrag von der Autorin Johanna Rahner zurückgezogen wurde. Sie sieht die gegenwärtige Diskussionslage um Frauen in durch Ordination übertragenen Ämtern als zu verfahren, als dass eine konstruktive theologische Debatte möglich wäre. Die Debatte wird darüber hinaus sehr stark personalisiert. Der Kreis der Herausgeber hat daraufhin auch den zweiten Beitrag, der von Helmut Hoping verfasst werden sollte, abgesagt. Beide Beiträge können in den Augen der Herausgeber als kontroverse Diskussionsbeiträge sinnvoller Weise nur zusammen oder eben gar nicht publiziert werden. Es wurde beschlossen, die Lücke stehen zu lassen und nicht durch Ersatzbeiträge aufzufüllen.


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Unsere aktuelle Ausgabe 2/2022 mit folgenden ausgewählten Beiträgen:
Editorial
Sebastian Pittl / Michael Schüßler

Nach Jahrzehnten des relativen Friedens in Europa ist mit dem russischen Überfall auf die Ukraine der Krieg zurück auf unserem Kontinent. Dieses Editorial entsteht in den Tagen, da die mutmaßlichen Kriegsverbrechen Russlands an Zivilist:innen in Butscha nahe Kiew bekannt geworden sind. Die Bilder der Verletzten, der Toten und der zerbombten Städte sind ebenso wenig zu ertragen wie die offensichtliche Ohnmacht der Europäischen Union zwischen Solidarität und Sanktionen, Waffenlieferungen und der Hilfe für Geflüchtete sowie der drängenden Sorge vor einer Ausweitung des Krieges. Wenige Tage vor dem neoimperialen Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine hat der UN-Botschafter Kenias, Martin Kimani, eine kurze, aber viel beachtete Rede gehalten. Wie bei fast jedem Land Afrikas wurden auch die Grenzen Kenias durch die kolonialen Imperien Europas gezogen, ohne dass dabei Rücksicht auf die konkreten sozialen Verhältnisse vor Ort genommen wurde: „Wir glauben, dass alle Staaten, die aus zusammengebrochenen und zurückgewichenen Imperien entstehen, viele Völker in sich tragen, die sich nach Integration mit Völkern in Nachbarstaaten sehnen. […] Doch Kenia lehnt es ab, eine solche Sehnsucht mit Gewalt zu verfolgen. Wir müssen unsere Heilung von der Asche toter Imperien in einer Weise abschließen, die uns nicht in neue Formen von Herrschaft und Unterdrückung zurückwirft.“ Kenia wendet sich deshalb gegen den russischen Angriffskrieg und ruft zu einer Rückkehr zum Multilateralismus auf. Die neoimperialen Bestrebungen Russlands sind wohl ein aktuell besonders brutaler Aspekt einer postkolonialen, multipolaren Welt, die keineswegs weniger gefährlich und nicht wirklich friedlicher geworden ist. Postkolonial meint eben Fortdauer von „Kolonialität“ unter den Bedingungen der Gegenwart.

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Leseprobe 1

Sigrid Rettenbacher

2. Postkoloniales Denken als Herausforderung und Ressource christlich-islamischen Dialogs
Über das, was gesagt und was nicht gesagt wird
Postkoloniale Perspektiven auf interreligiöse Begegnungen am Beispiel des christlich-muslimischen Dialogs

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten BeitragInterreligiöse Begegnungen gehen aufs Ganze – es geht immer um das Ganze der Wirklichkeit, das Ganze des Lebens, das Ganze der menschlichen Existenz. Egal, ob man interreligiösen Dialog aus einer eher vorsichtigen, exklusivistischen Haltung heraus betreibt1 oder aus einer offenen, pluralistischen Haltung heraus – es geht immer um das Ganze, um die göttliche Wirklichkeit, um die die eigene Existenz glaubend kreist und nach der man das eigene Leben ausrichtet. Dieses Ganze – die Totalität, um die es im Glauben geht, und der mit ihr verknüpfte Anspruchscharakter – macht interreligiöse Begegnungen ambivalent. Denn das Ganze der eigenen Identität, die sich aus dem Gottesverständnis der eigenen, vertrauten religiösen Tradition heraus speist, wird vom Ganzen der religiös Anderen, die sich ebenfalls in ihrer gesamten Existenz an ihre göttliche Wirklichkeit binden, in Frage gestellt. Die universale Perspektive des eigenen Glaubens wird von der Totalität der Anderen, die sich einer anderen Universalität unterwerfen, herausgefordert. Wie hat die Bedingtheit der eigenen religiösen Perspektive, die Kontextualität, die jeder religiösen Tradition anhaftet und die nicht nur im interreligiösen Dialog, sondern auch in anderen Zusammenhängen immer wieder deutlich wird, Platz in einem Glaubensverständnis, das auf das Ganze der Wirklichkeit zielt – weniger ist einer göttlichen, umfassenden Wirklichkeit schließlich nicht zuzumuten? Diese und ähnliche Fragen werden im interreligiösen Gespräch unausweichlich.

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Leseprobe 2

Ina Kerner

3. „Verunsicherte Solidaritäten“: Postkoloniale Ressourcen des Feminismus und der Bibelwissenschaften
Den Zeitläufen Rechnung tragen
Für eine religionskritische Wende im postsäkularen Feminismus

Kennen Sie folgenden Witz? Stehen zwei Bischöfe vor einem Altar. Sagt der eine: „Meinst Du, wir erleben noch das Ende des Zölibats?“ Erwidert der andere: „Wir nicht, aber unsere Kinder.“ Oder diesen hier? Eine Nonne schiebt einen Kinderwagen durch den Garten. Fragt sie der Bischof: „Na, ein kleines Klostergeheimnis?“ Antwortet die Nonne prompt: „Nein, ein Kardinalfehler!“

Machen, wie in jüngster Zeit, Memes und Witze wie diese ihre Runde durch die sozialen Medien, lässt sich das als Symptom interpretieren. Zum einen macht man sich hier lustig über eine normalerweise Ehrfurcht heischende Institution samt ihren Amtsund Würdenträgern, und zwar unter humoriger Offenlegung der augenfällig von einer Doppelmoral geprägten Haltung der Kirche zum Zölibat. In den Witzen haben Bischöfe Kinder, obwohl sie sich sexueller Enthaltsamkeit verschrieben haben und eigentlich kinderlos bleiben müssten. Und mehr noch: Sie tun so, als sei nichts dabei. Im zweiten Witz macht der Bischof sogar selbst einen kleinen Scherz, wenn er im Kinderwagen einen Regelbruch wittert und diesen den ihrerseits zölibatär lebenden Nonnen zuschreibt und damit in gewissem Sinne externalisiert – zwar nicht auf eine Einheit jenseits der Kirche, aber doch auf eine Gruppe außerhalb des nach wie vor rein männlichen Klerus.

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Leseprobe 3
Musa W. Dube
“What is the Truth?” (John 18:38)
A Postcolonial Trickster Reading of Jesus’ Arrest and Trial

Introduction: Historical Contexts and Reading

As a child of Zimbabwean migrants who relocated to Botswana when black people were dispossessed of their land, my own historical context is postcolonial. Like other Two-Thirds World populations, modern imperialism has remained a narrative woven into our bodies, spirits, minds and lands, ever demanding to be read and interpreted. Postcolonial framework of reading is thus the art of wrestling with the past and the present in the quest to glean our shared futures, changed and healed futures. Postcolonial literary theories describe myriad ways of reading that explore how imperialism was imposed on various nations/populations and times; its impact on the colonized populations and lands, and how the colonized responded/resisted/collaborated/survived. In literary studies, postcolonial theories explore the production and role of literature and cultural texts in the modern imperial–colonial relationships by examining texts that arise from both ends as well as the role of pre-existing literature. The application of postcolonial theories to biblical literature falls to the latter.

 
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