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Titelcover der aktuellen Ausgabe 3/2021 - klicken Sie für eine größere Ansicht


Aktuell zur Ausgabe 3/2021

Der Herausgeberkreis der ThQ hat mehrheitlich beschlossen, zwei angefragte Beiträge zum Frauenforum des Synodalen Weges für das Heft 3/2021 nicht aufzunehmen, nachdem der eine Beitrag von der Autorin Johanna Rahner zurückgezogen wurde. Sie sieht die gegenwärtige Diskussionslage um Frauen in durch Ordination übertragenen Ämtern als zu verfahren, als dass eine konstruktive theologische Debatte möglich wäre. Die Debatte wird darüber hinaus sehr stark personalisiert. Der Kreis der Herausgeber hat daraufhin auch den zweiten Beitrag, der von Helmut Hoping verfasst werden sollte, abgesagt. Beide Beiträge können in den Augen der Herausgeber als kontroverse Diskussionsbeiträge sinnvoller Weise nur zusammen oder eben gar nicht publiziert werden. Es wurde beschlossen, die Lücke stehen zu lassen und nicht durch Ersatzbeiträge aufzufüllen.


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Unsere Autoren

Herzlich willkommen bei ThQ – die theologische Quartalschrift aus Tübingen

Unsere aktuelle Ausgabe 3/2021 mit folgenden ausgewählten Beiträgen:
Editorial
Franz-Josef Bormann

Es ist kein Geheimnis, dass der im Gefolge der Missbrauchskrise innerhalb der katholischen Kirche von DBK und ZDK initiierte Dialogprozess des sogenannten Synodalen Weges im In- und Ausland nicht nur mit großem Interesse, sondern auch mit wachsender Sorge verfolgt wird. So wies der italienische Historiker und Begründer von Sant’ Egidio, Andrea Riccardi, jüngst bei der Vorstellung seines Buches „La Chiesa bruscia“ („Die Kirche brennt“) darauf hin, dass eine Reformdebatte zwar notwendig sei, nationale Alleingänge aber insofern skeptisch zu beurteilen seien, als ein gemeinsamer Weg zur Lösung der anstehenden Probleme gefunden werden müsse. Obwohl es noch zu früh ist, die Vorbereitung, den bisherigen Verlauf und die zu erwartenden Ergebnisse dieses facettenreichen Prozesses umfassend zu bewerten, dürfte es hilfreich sein, schon jetzt aus verschiedenen disziplinären Perspektiven einen kritischen – also unterscheidenden – Blick auf jene Themenbereiche zu werfen, die in den einzelnen Synodalforen bearbeitet werden.

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Leseprobe 1

Matthias Pulte

Macht- und Gewaltenteilung
Synodale Idee und kirchenrechtliche Realität

Die Aufarbeitung des Missbrauchsgeschehens in der katholischen Kirche hat auch in Deutschland hohe Wellen geschlagen. Nachdem die MHG-Studie, von den deutschen Bischöfen in Auftrag gegeben, im letzten Teil des Begutachtungsauftrags systemische Ursachen für das in der Vergangenheit Geschehene ausgemacht hat und auch diözesan in Auftrag gegebene Studien diese Ergebnisse bestätigt haben, erscheint es offensichtlich notwendig, Strategien zu entwickeln, die derartiges Geschehen für die Zukunft verhindern oder zumindest geeignet erscheinen, die Risiken dafür zu vermindern. Der von den deutschen Bischöfen initiierte und zusammen mit dem Zentralkomitee der Katholiken angegangene Synodale Weg hat sich in Forum 1 das Thema „Macht- und Gewaltenteilung“ zur Aufgabe gesetzt. In einer entsprechenden Arbeitsgruppe sind Zielperspektiven verfasst worden, die auf eine grundlegende Veränderung der kirchlichen Strukturen in Leitung und Verantwortung gerichtet sind. Von den Handlungsträgern des Synodalen Weges wurde vor allem die Frage der Gewaltenteilung in den Vordergrund gestellt. Gewaltenteilung erscheint als Zauberformel, um hegemoniale Macht einzuhegen. Die Geschichte der modernen Demokratien, die in ihren Verfassungen streng das Prinzip der Gewaltenteilung verankert haben, weist aus, welchen Beitrag die Gewaltenteilung leisten kann, aber auch, wo ihre Grenzen liegen.

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Leseprobe 2

Christoph Jacobs / Arndt Büssing

„Was sagst du über dich selbst?“ (Joh 1,22)
Pastoralpsychologische Perspektiven zur priesterlichen Lebenssituation heute

1. „Mach weiter, lieber Bruder!“ Mit diesem Wort ermutigt Papst Franziskus den Münchener Kardinal Reinhard Marx zur Fortsetzung seines Engagements für die Fortsetzung seiner Reformvorhaben im Kontext der Missbrauchsverbrechen. Und er bedankt sich für seinen Mut. Die Ermutigung zum Weitermachen spricht er aus in Anerkennung der Analyse der Situation der Katastrophe, der Schuld und der Krise der Kirche:

„Die gesamte Kirche ist in der Krise wegen des Missbrauchs; ja mehr noch, die Kirche kann jetzt keinen Schritt nach vorn tun, ohne diese Krise anzunehmen. […] Ich stimme Dir zu, dass wir es mit einer Katastrophe zu tun haben: der traurigen Geschichte des sexuellen Missbrauchs und der Weise, wie die Kirche damit bis vor Kurzem umgegangen ist. […] Wir müssen für die Geschichte Verantwortung übernehmen, sowohl als einzelner als auch in Gemeinschaft. Angesichts dieses Verbrechens können wir nicht gleichgültig bleiben. Das anzunehmen bedeutet, sich der Krise auszusetzen. […] Man verlangt von uns eine Reform, die – in diesem Fall – nicht in Worten besteht, sondern in Verhaltensweisen, die den Mut haben, sich dieser Krise auszusetzen, die Realität anzunehmen, wohin auch immer das führen wird.“

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Leseprobe 3
Johannes Brantl
Paradigmenwechsel statt Weiterentwicklung
Neue Positionsbestimmungen zu den Fragen von Liebe, Sexualität und Partnerschaft auf dem Synodalen Weg – eine kritische Einschätzung

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten Beitrag1. Kräftiger Rückenwind für Veränderungen

Die Aufdeckung von zahlreichen Vorfällen sexuellen Missbrauchs und sexueller Gewalt inmitten der Kirche hat dazu geführt, dass in den vergangenen Jahren Stimmen lauter wurden, die Sexualmoral der Kirche müsse insgesamt auf den Prüfstand gestellt und gewissermaßen neu konzipiert werden. Nun lassen sich Zusammenhänge zwischen einer bestimmten Art von Sexualmoral – sei diese nun eher restriktiv oder permissiv geprägt – und der Anfälligkeit Einzelner, sexuelle Übergriffe oder Straftaten zu begehen, bestenfalls vermuten; bislang fehlen in dieser Hinsicht nach wie vor aussagekräftige wissenschaftliche Studien. Und erst recht anspruchsvoll gestaltet sich die Herausforderung, das komplexe Zusammenspiel von individuell-biografischen, institutionellen, gesellschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten zu analysieren, die dazu beitragen, dass sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche bagatellisiert, vertuscht oder gar begünstigt und gefördert wird.1

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