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Inhaltsverzeichnis
Editorial

Ottmar Fuchs und Michael Schüßler
Editorial
Thema dieses Hefts: Reformationen - Entdeckungen jenseits der Konfessionsdifferenz
Beiträge
Volker Leppin
Ringen um Einheit · Strategien der Verständigung bei Erasmus und Melanchthon

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Anhand der Confessio Augustana und des Traktats De sarcienda ecclesiae concordia von Erasmus von Rotterdam lassen sich Strategien der Verständigung in der Reformationszeit beobachten. Zwar sind beide Schriften unterschiedlich – die CA ein reichspolitisch relevanter Gemeinschaftstext, De sarcienda concordia ein echter Autortext von Erasmus, aber sie hängen zeitlich und inhaltlich so eng zusammen, dass sie nachvollziehen lassen, wie sich Melanchthon und Erasmus Wege zur Einheit vorstellen. Zentral ist dabei für beide die Prioritätensetzung. Für Melanchthon erfolgt diese anhand der Zweiteilung der CA in Lehre und Gebräuche, für Erasmus durch die Unterscheidung von Sache und Worten. Ein Teil der Verständigung beruht allerdings auch auf dem Verschweigen und Dissimulieren von Differenzen. Wichtiger aber scheint für die Verständigung die Schaffung eines externen Referenzrahmens: Schrift und Kirchenväter sind, mit unterschiedlichem Gewicht, für beide die Autoritäten, auf die sie sich stützen und von denen sie Einigung erhoffen. Die Auseinandersetzung mit diesen Modellen mag auch dazu helfen, das CA-Jubiläum 2030 als wahrhaft ökumenische Feier zu begehen.

Ottmar Fuchs
Rechtfertigungstheologie: differenzverschärfende Umfangung aller Differenz

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Eine bessere Welt – ohne Religion? Diese religionskritische Frage reicht gegenwärtig bis in die medialen Talk- und Kabarettshows. Auch innerhalb des Christentums trifft diese Frage jenseits der Konfessionsdifferenzen auf alle Konfessionen gleichermaßen und mobilisiert in ihren Identitäten entsprechende Reaktionen und Argumentationen hinsichtlich ihrer diesbezüglichen Ressourcen oder Blockaden. Dies ist auch eine eminent politische Frage, weil ein moderner, der Humanität verpflichteter demokratischer Staat kaum mit Religionen kooperieren kann, die aus ihrer inneren Anlage heraus andersgläubige und anderslebende Menschen ausgrenzen, erst der gedanklichen und letztlich der wirklichen Vernichtung preisgeben. Eine Religion, die nicht im eigenen Zentrum universale Solidarität zu begründen und zu betreiben vermag, macht die Welt nicht besser. Der Beitrag konzentriert sich auf die Frage, was die – insbesondere von Martin Luther so eindrucksvoll ins spirituelle Bewusstsein gehobene – Rechtfertigungstheologie in diesem Diskurs an entsprechender Ressource zu geben vermag. Mit Luther gewinnt die Rechtfertigungstheologie in der Dynamik der angesprochenen Fragestellung eine Radikalisierung, die über Luther hinausgeht: In die Richtung ihrer Universalisierung genauso wie in die Richtung einer genau darin verwurzelten größeren Bedeutung der menschlichen Werke. Dabei werden entsprechende Ansätze in der Erwählungstheologie und in der Eschatologie deutlich, ebenso wie eine abgrenzbare christliche Wahrheitsbehauptung, die in sich selbst die unbegrenzte Qualität des göttlichen Heils vertritt. Damit wäre eine Richtung angezeigt, in die sich die christlichen Konfessionen mit ihrer zukunftsorientierten Verantwortung für eine „bessere Welt“ einsetzen und verausgaben.

Johanna Rahner
The Day after Tomorrow · Ökumene zwischen De- und Rekonfessionalisierung

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Differente Einheitsmodelle und die Themenverlagerung zu ethischen Fragestellungen machen heute Tendenzen einer erneuten Rekonfessionalisierung sichtbar bzw. wirbeln konfessionelle Identitäten gewaltig durcheinander, während die spätmoderne Drift einer Individualisierung und Pluralisierung religiöser Überzeugungen konfessionelle Identitäten zunehmend fraglich werden lässt. Der in der späten Moderne aufkommende Hang zur Pentekostalisierung der Konfessionen lässt indes die Frage aufkommen, ob die entscheidende konfessionelle Differenz in Zukunft nicht zwischen einer ‚aufgeklärten‘ und einer ‚fundamentalistischen‘ Variante des Christentums einzuziehen ist.

Bernd Jochen Hilberath
Nicht-genuin-theologische Faktoren im Prozess der (Ent)Konfessionalisierung · In Erinnerung an Günther Gassmann

Kurzbeschreibung dieses Beitrags

Prozesse der Konfessionalisierung ebenso wie ökumenische Bewegungen werden immer auch durch Faktoren bestimmt, die sich nicht unmittelbar aus Theologie und Kirchenlehre ableiten lassen. In ihrer Wirkung verbinden sie sich mit genuin religiösen Motiven und theologischen Positionen, sie können diese dominieren oder sich an ihnen orientieren. Diese nicht-genuin-theologischen Faktoren fanden schon früh in der modernen ökumenischen Bewegung entsprechende Aufmerksamkeit, sie konnten und können aber auch ausgeblendet oder verdrängt werden. Ein auch gegenwärtig wirksamer Faktor ist häufig die Angst vor Identitätsverlust, die auch in Form von Machtgebaren auftreten kann. Konfessionalistische Abgrenzungen können überwunden werden, wo Christenmenschen sich auf Erfahrungen in der Begegnung (Gemeinschaft) und im Dialog („das offene Gespräch am Ende der Diskussionen“: David Bohm) im Vertrauen auf den Geist einlassen.

 
Kritisches Forum

Michael SchüßlerLesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten Beitrag
„Dem Volk aufs Maul schauen?“ Kirche, Populismus und die Zukunft europäischer Demokratien im Lutherjahr

 
Literaturumschau

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