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Herzlich willkommen bei ThQ – die theologische Quartalschrift aus Tübingen
Unsere aktuelle Ausgabe 3/2017 mit folgenden ausgewählten Beiträgen:
Editorial
Ottmar Fuchs / Michael Schüßler

Lutherdekade und Lutherjahr gehen mit dem kommenden Reformationsfest 2017 ihrem Ende entgegen. Dass sie auch ein Anfang für so manches sein mögen, wurde auf vielen Veranstaltungen thematisiert. Volker Leppin nimmt in seinem Beitrag diese Dynamik in den Blick, indem er mit einer Analyse der Strategien der Verständigung bei Erasmus und Melanchthon zugleich den Blick eröffnet für das nächste große Reformationsjubliäum, nämlich zum 500jährigen Gedenken der Confessio Augustana im Jahr 2030, in der Hoffnung, dass die Bemühungen um Verständigung jenseits der konfessionellen Differenzen auf dem Hintergrund zu priorisierender Gemeinsamkeiten verstärkt wird. Was diese Gemeinsamkeiten inhaltlich ausmachen, hängt an den sich gegenseitig erschließenden Verbindungen von konfessionellen Traditionen und gegenwärtigen Situationen und Herausforderungen. Akute Gegenwartsbezüge unterlaufen die Konfessionsgrenzen und beanspruchen gleichwohl die differenten konfessionellen Identitäten für gemeinsame Anliegen. Die hier aufgenommenen Beiträge zeigen, wie sehr solche und andere Jenseitigkeiten der Konfessionsdifferenz ihrerseits prioritäre und darin eminent theologische Qualität gewinnen.
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Leseprobe 1
Volker Leppin
Ringen um Einheit
Strategien der Verständigung bei Erasmus und Melanchthon

Die Ökumenische Bewegung im strengen Sinne ist ein Produkt des vergangenen Jahrhunderts. Dennoch ist der Versuch der Überwindung der Kirchenspaltung schon deutlich älter: Eine erste große Welle der Bemühungen hat Christopher Spehr in der Aufklärungszeit nachgezeichnet. Anliegen des folgenden Aufsatzes ist es, an Grundmuster des Verstehens zu erinnern, die schon die Reformationszeit hervorgebracht hat und die in dem von Edmund Schlink vorgetragenen Sinne als „Bemühungen um die kirchliche Einheit“ als ökumenisch einzuordnen sind. Dies ist weder neu noch unbekannt – insbesondere das Jubiläum der Confessio Augustana 1980 hat daran erinnert, dass dieser Grundlagentext des Luthertums selbst ein Text fundamentaler Einigungsbemühung ist. Das macht auch im Blick darauf optimistisch, dass das nächste große Reformationsjubiläum eben 2030 zum Gedenken an die Confessio Augustana stattfinden wird – und der Boden für eine ökumenische Annäherung ja bereits im Jubiläumsjahr 2017 in erstaunlicher Weise bereitet wurde. So legt es sich nahe, unter den vielfältigen Bemühungen um Erhalt der kirchlichen Einheit im Folgenden die Confessio Augustana in den Blick zu nehmen. Zeitlich damit verbunden ist der Vorschlag De sarcienda ecclesiae concordia, den Erasmus von Rotterdam 1534 vorgelegt hat. Daher soll dieser als zweiter Text in den Mittelpunkt gerückt werden.
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Leseprobe 2

Johanna Rahner

The Day after Tomorrow
Ökumene zwischen De- und Rekonfessionalisierung

6. Die unaufhaltsame Binnenpluralisierung der Kirchen und das Erbe Europas

Unter Papst Franziskus ist immer wieder von der Bedeutung der Peripherie, von der notwendigen Pluralisierung, Kontextualisierung und Inkulturation des Christlichen, des Katholischen die Rede. Diese Haltung entspringt einer im Kontext Lateinamerikas gewonnenen theologischen Grundüberzeugung des uneinholbaren theologischen Eigenwerts der konkreten geschichtlichen ,Inkarnation‘ des Christentums ,vor Ort‘: Hier nimmt Papst Franziskus eine erkennbare Neuakzentuierung vor, die der Vielfalt mehr Raum zu geben scheint und daher auch keine Angst vor einer Binnenpluralisierung des Katholischen an den Tag legt. Synodalität lautet das eine Zauberwort und Kontextualität bzw. Inkulturation das andere. Doch Franziskus belässt es nicht nur bei einer Dynamisierung des Strukturellen; der intendierte Wandel geht tiefer. „Es würde der Logik der Inkarnation nicht gerecht, an ein monokulturelles und eintöniges Christentum zu denken“ (EG Nr. 117). Erst die Vielfalt verhilft dazu, „die verschiedenen Aspekte des unerschöpflichen Reichtums des Evangeliums besser zu zeigen und zu entwickeln. […]
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Leseprobe 3
Michael Schüßler
„Dem Volk aufs Maul schauen?“
Kirche, Populismus und die Zukunft europäischer Demokratien im Lutherjahr

Lesen Sie diesen vollständigen, ungekürzten BeitragDas Reformationsjubiläum 2017 wird nicht allein von den religiösen und erinnerungspolitischen Ereignissen geprägt. Das Lutherjahr ist auch das Jahr, in dem die Zukunft der pluralistischen Demokratien Europas bedrohlich auf der Kippe zu stehen scheint. Seit man sich die katastrophalen Krisen in der Welt nicht mehr an den Außengrenzen Europas komplett vom Leib halten kann (Dublin-Verträge), sind auch die binnen-europäischen Länder unmittelbar mit geflüchteten und oft traumatisierten Menschen konfrontiert. Doch diese Erschütterung ist sicher nicht der einzige Grund, warum das demokratische Haus zu wackeln beginnt. Aus empirischen Studien weiß man um das anhaltende Potenzial autoritärer und fremdenfeindlicher Einstellungen auch in Deutschland (etwa die Leipziger „Mitte-Studie“ von 2016). In den vergangenen Jahren hat deren organisierte Sichtbarkeit mit Pegida, AfD und neurechter Bürgerlichkeit (Sarrazin) ebenso stark zugenommen wie ihre europäische Vernetzung. Anfang des Jahres sah es so aus, als könnte eine zentrale demokratietheoretische Paradoxie ihr selbstzerstörerisches Pozential tatsächlich freisetzen: Die pluralistische Demokratie schafft sich in freien Wahlen nach und nach selbst ab. Und seitdem die Briten durch einen von „Fake-News“ begleiteten „Brexit“ Europa abgewählt haben, glaubt wohl auch niemand mehr ungebrochen an das Fortschrittskonzept europäischer Einigung. Die Zukunft der bisher wohl längsten Friedenszeit des Kontinents ist offen.
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